Sie lädt einen Anhang herunter. Öffnet eine Tabelle. Kopiert drei Felder und fügt sie in ein zweites Programm ein. Speichert. Schreibt der Kollegin, dass die Angaben jetzt da sind. Morgen macht sie es wieder.

Eine Krise ist das nicht, also bleibt der Ablauf, wie er ist. In einer Stellenbeschreibung steht er auch nicht, also kümmert sich niemand darum. Willkommen bei der Copy-Paste-Steuer: Sie wird jeden Tag fällig, und in keinem Budget steht sie.

Die Steuer ist mehr als das Abtippen

Sichtbar sind die Minuten, in denen jemand Angaben von A nach B trägt. Teurer ist, was an jeder Übergabe hängt.

  • Jemand muss wissen, welche Tabelle die aktuelle ist.
  • Jemand merkt, dass der Kundenname in jedem Programm anders geschrieben ist.
  • Jemand fragt nach, ob die Datei schon angekommen ist.
  • Und wenn etwas schiefgeht, sucht das Team in einer Kette von Annahmen, die nirgends aufgeschrieben ist.

Die Person in der Mitte wird so zum inoffiziellen Verbindungsstück des Betriebs. Weil sie ihre Arbeit gut macht, wirkt der Ablauf zuverlässiger, als er ist. Eine merkwürdige Belohnung für Kompetenz.

Ein weiteres Programm hilft nicht immer

Es ist verlockend, ein Softwareproblem mit mehr Software zu lösen. Manchmal stimmt das. Manchmal entsteht nur ein weiterer Ort, an dem dieselbe Angabe landet. Bevor Sie ein Werkzeug wählen, zeichnen Sie den Weg einer Angabe auf:

  1. Wo entsteht die Angabe zum ersten Mal?
  2. Wer braucht sie als Nächstes, und in welcher Form?
  3. Welche Entscheidung muss ein Mensch wirklich treffen?
  4. Welche Schritte sind reines Übertragen oder Umformatieren?
  5. Wo gibt es Ausnahmen, und wer sollte sie sehen?

Glamourös sind diese Fragen nicht. Genau deshalb helfen sie. Vielleicht kann ein Programm, das Sie schon bezahlen, den Schritt bereits übernehmen; wie Sie das prüfen, steht in «Die günstigste Lösung ist vielleicht schon installiert».

Geben Sie der Maschine die vorhersehbare Arbeit

Das Ziel ist nicht, Urteilsvermögen abzuschaffen. Das Ziel ist, dass niemand sein Urteilsvermögen dafür verbraucht, ob eine Bestellnummer in Spalte F oder G gehört.

Die richtige Umsetzung kann eine fertige Anbindung (Eine Integration verbindet Ihr Setup mit einem bestehenden Programm, etwa Ihrem E-Mail-Postfach.) zwischen zwei Programmen sein, ein kurzes Skript oder ein KI-Modell (Ein Sprachmodell ist die eigentliche KI hinter einem KI-Assistenten: Es hat aus sehr viel Text gelernt und schreibt zu einer Eingabe eine Antwort.) dort, wo die Dokumente stark voneinander abweichen. Für manchen Schritt genügt ein Excel-Makro. Für Kompliziertheit gibt es keinen Bonus.

Eine Grenze gilt bei uns immer: Nichts, was wir bauen, schickt eine Nachricht nach aussen oder gibt Geld aus, ohne dass ein Mensch darüber entschieden hat. Die Maschine bereitet vor, Ihr Team entscheidet.

Wie hoch ist Ihre Steuer?

Bevor Sie etwas ändern, lohnt sich eine ehrliche Zahl. Der Rechner unten multipliziert nur Ihre eigenen Schätzungen: Stunden pro Woche, Personen, Stundensatz und Arbeitswochen. Er nimmt keine Einsparung an. Was eine Verbesserung bringen könnte, zeigt er als drei Annahmen nebeneinander, nicht als Versprechen.

Rechner

Was kostet Sie eine Aufgabe, die jede Woche wiederkommt?

Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein; der Rechner nimmt keine Einsparung an.

Die Felder enthalten Beispielwerte. Ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen.

Ihre Schätzung. Zählen Sie Prüfen, Nachfragen und Korrigieren mit.

Wie viele Leute in Ihrem Team diese Arbeit regelmässig machen.

Lohn plus Sozialabgaben und Gemeinkosten. Die Rechenbeispiele auf dieser Website verwenden CHF 90.–.

52 Wochen abzüglich Ferien und Feiertage. Mitarbeitenden stehen mindestens vier Wochen Ferien pro Jahr zu (Art. 329a OR).

Wie genau ist Ihre Stundenangabe?

Die Spanne ist unsere Faustregel dafür, wie weit eine Angabe danebenliegen kann. Sie ist kein Messwert.

Ihre Aufgabe im Jahr

CHF 24'840.– pro Jahr

Spanne: CHF 18'630.– bis 31'050.–

276 Stunden pro Jahr (Spanne 207 bis 345)

Das sind etwa 6,6 Vollzeitwochen à 42 Stunden.

Was eine begrenzte Verbesserung zurückgeben würde

Angenommen, eine Änderung nimmt Ihrem Team einen Teil dieser Zeit ab. Welcher Anteil realistisch ist, weiss niemand, bevor gemessen wird. Deshalb stehen hier drei Annahmen nebeneinander.

AnnahmeStunden pro JahrCHF pro Jahr
10 % weniger Zeit28CHF 2'480.–
25 % weniger Zeit69CHF 6'210.–
50 % weniger Zeit138CHF 12'420.–

Rechenbeispiele, keine Prognose. Halten Sie die Zeit vor einer Änderung fest und messen Sie danach mit derselben Methode noch einmal.

Zum Vergleich: Das empfohlene Pro Setup (Pro Setup ist unser empfohlenes Paket für CHF 1'490.–: Vault, Workflows mit KI-Agenten, erste Anbindungen, eine Einführungssitzung und drei Monate Business-Seat.) kostet einmalig CHF 1'490.–. Bei Ihrem Stundensatz entspricht das 17 Stunden. Laufende Kosten kommen dazu. Was ein Setup im ersten Jahr kostet

So rechnet der Rechner: Stunden pro Woche × Personen × Arbeitswochen = Stunden pro Jahr. Stunden pro Jahr × Stundensatz = Kosten pro Jahr. Die Spanne wendet die gewählte Genauigkeit auf die Stunden an. Beträge sind auf CHF 10.– gerundet, Stunden auf ganze Stunden.

Der Rechner läuft in Ihrem Browser. Ihre Angaben werden nicht gesendet und nicht gespeichert.

Ist die Zahl grösser als gedacht? Das ist sie oft, weil Nachfragen und Korrigieren selten mitgezählt werden. Wie Sie die Zeit eine Woche lang sauber erfassen, zeigt der Beitrag «Wo bleibt die Zeit?» mit einem Arbeitsblatt.

Ein besseres Mass für Erfolg

Zählen Sie nicht, wie viele Abläufe automatisiert sind. Fragen Sie, wie viel Aufmerksamkeit ein Ablauf noch braucht:

  • Sieht Ihr Team den aktuellen Stand, ohne nachzufragen?
  • Fallen Ausnahmen auf, statt still liegenzubleiben?
  • Kann jemand einen fehlgeschlagenen Schritt selbst wiederholen?
  • Läuft der Ablauf auch, wenn die Person, die alle Tabellen kennt, in den Ferien ist?

Gute Automatisierung lässt Menschen nicht aus dem Ablauf verschwinden. Sie gibt ihnen eine bessere Rolle darin. Wie das bei einer echten Firma aussieht, zeigt «Vom Posteingang zur Buchung: ein Klick, volle Kontrolle».

Arbeitsblatt

Den Weg einer Angabe aufzeichnen

Nehmen Sie eine Angabe, die Ihr Team regelmässig abtippt, etwa eine Rechnungsnummer, und folgen Sie ihr eine Woche lang.

Mit diesen Notizen prüfen Sie jede Offerte, auch eine von uns. Bei unseren Setups halten wir zu Beginn eine Kennzahl fest, die Sie wählen, und messen sie zwei Wochen nach der Übergabe erneut.